Das Internetportal der LfM
zur Medienerziehung in Kindertagesstätten

betreut von der GMK

    

Praxisprojekte
Ideen aus der Praxis zum Nachmachen

Die hier dargestellten Projekte sind von ErzieherInnen durchgeführt worden, die an der Fortbildung „Medienerziehung in Kindergarten und Hort“ teilgenommen haben.
Wir hoffen, dass diese Projektbeispiele aus den Bereichen Video, Computer, Foto und Radio Sie zum Nachmachen anregen. Viel Spaß dabei!


Kalender-Themen

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Medienpraktische Tipps für Eltern:

Zeitkonten:

Wenn Ihre Kinder Ihrer Meinung nach zu viel Zeit mit Medien verbringen, legen Sie Zeitkonten fest. Damit vereinbaren Sie mit Ihrem Kind die Gesamtzeit, die in der Woche mit Medien verbracht werden soll.

 

Freigaben:

Achten Sie bei allen Medien auf die Altersfreigaben, auch bei Hörkassetten und CD-ROMs. Wenn es ältere Geschwister gibt, sollte mit den Kindern besprochen werden, welche Medien gemeinsam genutzt werden und was den älteren Kindern vorbehalten bleibt.

 

Medienkonsum als „Problembewältigung“

Sie sind der Experten/ die Expertin für Ihr Kind. Ist Ihr Kind aktiv, hat es Kontakte und Freundschaften? Oder zieht es sich hinter den Fernseher zurück? Daran können Sie möglicherweise erkennen, ob Ihr Kind im Moment ein Problem oder eine Krise hat. Kommen Sie mit Ihrem Kind darüber ins Gespräch.

Hoher Medienkonsum Ihres Kindes kann Ausdruck von Überlastung Ihres Kindes sein. Versuchen Sie, die Ursache dafür zu ergründen und Ihr Kind zu entlasten.

 

Kompakt:

12 Tipps für Eltern von Vorschulkindern

  1. Denken Sie an Ihre eigene Medienkindheit: Was hat sich verändert, was ist heute bei Ihren Kindern ähnlich? Wie gehen Sie heute in Ihrer Familie mit Medien um?
  2. Begleiten Sie Ihr Kind so oft es geht beim Mediengebrauch. Sehen Sie sich die Sendungen mit an, setzen Sie sich mit an den Computer, hören Sie in die Kassetten und CDs rein. Schaffen Sie Möglichkeiten, einzelne Mediengeschichten/ Sendungen gemeinsam zu genießen (wie beim Bilderbuch Lesen).
  3. Kinder nehmen Medieninhalte oftmals anders wahr als Erwachsene, sie fürchten sich vor anderen Dingen und haben an anderen Dingen Spaß. Beobachten Sie Ihr Kind, nehmen Sie an seinen Empfindungen und Wahrnehmungen teil.
  4. Sprechen Sie mit Ihrem Kind über seine medialen Erlebnisse. Welcher Teil einer Geschichte oder welche Figur oder welches Spiel hat Ihrer Tochter/ Ihrem Sohn besonders gut gefallen? Warum?
  5. Bieten Sie Ihrem Kind Gelegenheiten, die Mediengeschichten nachzuspielen oder beim Malen zu verarbeiten. Beobachten Sie und begleiten Sie Ihr Kind darin.
  6. Regulieren: Besprechen Sie genau, was und wie lange gesehen, gehört oder am Gameboy/ Playstation gespielt werden darf. Suchen sie mit Ihrem Kind eine Sendung, ein PC-Spiel etc. aus. Achten Sie darauf, dass der Rahmen nicht überschritten wird. Führen Sie - besonders in problematischen Fällen - ein Zeitbudget ein.
  7. Nicht nur die Zeit, die Kinder mit Medien verbringen, ist zu regulieren, achten Sie auch auf die Inhalte (auch bei Hörkassetten). Wie spricht Ihr Kind darauf an, kann es die Geschichten verkraften? Welche Stimmung geht davon aus? Welche Rollenbilder tauchen auf? Wie reagiert es darauf?
  8. Natürlich können und dürfen auch Vorschulkinder schon Sendungen, Hörkassetten und Spiele zeitweise allein nutzen: Suchen Sie aber dann solche Medien aus, die Sie und das Kind schon kennt (bekannte bewährte Sendeformate, bekannte Videos, Spiele und Hörkassetten). Achten Sie auch hierbei auf zeitliche Grenzen.
  9. Nutzen Sie Medien aktiv: lassen Sie Ihr Kind fotografieren, videografieren, lassen Sie es auf seinem Kassettenrekorder Geräusche und Sprache aufnehmen und am Computer malen.
  10. Überlegen Sie, welche Medienmoden Sie mitmachen wollen und welche nicht und welche intensiv beworbenen Produkte gekauft werden, welche nicht.
  11. Bieten Sie Alternativen an: Schaffen Sie eine anregende Umgebung zum nichtmedialen Spielen, laden Sie Freunde und Freundinnen Ihrer Kinder ein, besuchen Sie einen Spielplatz, zeigen Sie Ihrem Kind, wie es sich ohne Medien beschäftigen kann (Malen, Buden bauen etc.).
  12. Tauschen Sie sich über die Vorlieben und auch evtl. auch über Probleme Ihres Kindes im Medienumgang mit anderen Eltern oder mit den Erzieher/innen aus.

(aus: Mit Medien leben lernen, siehe Literaturtipps)

 

Dennoch:

Alle Tipps sind schön und gut, doch niemand ist perfekt. Deshalb: Haben Sie kein schlechtes Gewissen, wenn nicht alles so läuft wie empfohlen. Schauen Sie einfach hin, was Ihr Kind den ganzen Tag über macht. Bleiben Sie in Kontakt und planen Sie Aktionen auch außerhalb von Medienkonsum.

 

Literaturtipps:

  • Sabine Eder, Susanne Roboom: Video, Compi & Co. Über den Einsatz von Medien in der Kita.
    Zahlreiche Tipps und Methodenbausteine für die medienpädagogische Arbeit in der Kita,
    Hrsg.: Ministerium für Schule, Jugend und Kinder des Landes Nordrhein-Westfalen und Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen, 2004,
    Bezug: GMK, Körnerstr. 3, 33602 Bielefeld, Tel.:0521/6 77 88, Fax: 0521/6 77 27,
    ISBN: 3-929685-32-9 oder online bestellen
  • Sabine Eder, Jürgen Lauffer, Carola Michaelis (Hrsg.): Bleiben Sie dran!
    Medienpädagogische Zusammenarbeit mit Eltern. Ein Handbuch für PädagogInnen. Bielefeld, GMK 1999.
    Bezug: GMK, Körnerstr.3, 33602 Bielefeld, 0521.67788, www.gmk-net.de.
  • Mit Medien leben lernen. Tipps für Eltern von Vorschulkindern.
    Bezug: GMK, Körnerstr.3, 33602 Bielefeld, 0521.67788, www.gmk-net.de oder Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen, Zollhof 2, 40221 Düsseldorf, medienkompetenz@lfm-nrw.de (Betreff: Mit Medien leben lernen)
  • Geflimmer im Zimmer. Informationen, Anregungen und Tipps zum Umgang mit dem Fernsehen in der Familie.
    Bezug: GMK, Körnerstr.3, 33602 Bielefeld, 0521.67788, www.gmk-net.de

 

Links:

  • www.kita-nrw.de
    Internetportal zur Fortbildung „Medienerziehung in Kindergarten und Hort“ mit Terminen, Informationen zur Medienpädagogik, Austauschforen, Serviceteil und Kontaktadressen
  • www.familieundmedien.de
    Fortbildungsinitiative der Landesanstalt für Medien NRW und des Ministeriums für Gesundheit, Soziales, Frauen und Familie NRW für Fachkräfte in der Familienhilfe.

 

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