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zur Medienerziehung in Kindertagesstätten

betreut von der GMK

    

Praxisprojekte
Ideen aus der Praxis zum Nachmachen

Die hier dargestellten Projekte sind von ErzieherInnen durchgeführt worden, die an der Fortbildung „Medienerziehung in Kindergarten und Hort“ teilgenommen haben.
Wir hoffen, dass diese Projektbeispiele aus den Bereichen Video, Computer, Foto und Radio Sie zum Nachmachen anregen. Viel Spaß dabei!


Projekte aktuell

April

Mit Medien dem Frühling auf der Spur - Frühling & Ostern

Endlich wieder Frühling: Jetzt ergeben sich viele Chancen, mit den Kindern hinauszugehen, um die Natur in der näheren Umgebung zu erkunden. Das Dokumentieren von Experimenten oder das Einfangen von Beobachtungen bieten hier gute Möglichkeiten für die Kinder, Medien kreativ einzusetzen. Die Entwicklung von der Blumenzwiebel bis hin zur blühenden Pflanze kann zum Beispiel fotografisch dokumentiert werden und mit der Videokamera können die Kinder festhalten, wie sich bestimmte Materialien und Formen im Wasser verhalten. Genaues Hinsehen beim Fotoprojekt und genaues Hinhören bei der Geräuschejagd oder beim Geräuscherätsel fördern die Wahrnehmungsfähigkeit von Kindern und tragen zugleich zur Medienkompetenz bei.

Frühlings-Videoprojekt: Kinder in der Kiste – Ostern und Frühling

Basteln Sie gemeinsam mit den Kindern aus einem großen Pappkarton einen Fernseher, in dem die Gesichter/Oberkörper von ein bis zwei Kindern sichtbar sein sollten. Stellen Sie den Fernseher an einen festen Platz (z.B. auf einen Tisch), so dass die Kinder sich dahinter stellen können und fixieren Sie den Fernseher mit doppelseitigem Klebeband. Stellen Sie gemeinsam mit den Kindern vor der „Kiste“ eine Videokamera auf. Die Position der Kamera kann (z.B. mit Klebeband) markiert werden, so dass die entstehenden Filmsequenzen gleich aussehen. Stellen Sie die Kamera manuell scharf oder benutzen Sie den Autofokus. Das Thema Frühling oder Ostern sollte den Kindern bereits im Morgenkreis oder durch andere Projekte bekannt sein. Die Kinder bilden Zweier-Gruppen und überlegen, was sie vor der Kamera sagen wollen. Gemeinsam mit der Erzieherin/dem Erzieher gehen nach und nach alle Kinder, die mögen, hinter den Fernseher und filmen ihre Frühlings-Botschaft. Ältere Kita-Kinder können die Kamera, nach einer Einführung in die Bedienung, auch alleine bedienen. Das Projekt kann an einem Vormittag oder auch über mehrere Tage hinweg stattfinden, so dass sich täglich wechselnd einige Kinder äußern können.

Tipp: Die Botschaften sollten maximal 30 Sekunden bis 60 Sekunden dauern. Mitunter kann es nützlich sein, die Themen vorher zu besprechen oder die Kinder dazu anzuleiten, sich in Ruhe zu überlegen, was sie sagen möchten. Die ErzieherInnen und die Kinder können sich zur Vorbereitung – für die Kamera unsichtbar – interviewen. Spontane Äußerungen sind allerdings bisweilen lebhafter und manchmal auch lustiger.

 

Hier einige Themenvorschläge:

  • Wie ich mir das Leben als Osterhase vorstelle
  • Was mir am Frühling gefällt
  • Was sich im Frühling alles verändert
  • Was ich gerne mit meinen Freunden, meiner Familie, meiner Mutter, meinem Vater im Frühling unternehmen würde.

Die Kinder bedienen die Kamera in der Regel selbst: An- und ausstellen, im Sucher kontrollieren, ob alles Wichtige zu sehen ist, Aufnahme. Wenn die Kamera geschickt bedient wird, muss das aufgenommene Material nicht einmal mehr geschnitten werden.

Beim Frühlingsfest des Kindergartens oder der Kita werden die Produktionen vorgestellt und präsentiert.

Sollen mehrere Inhalte im Film zusammengestellt werden, z.B. Kinder in der Kiste und das weiter unten vorgestellte Rollenspiel, dann lohnt es sich, die Aufnahmen am Computer (z.B. mit dem Schnittprogramm MovieMaker) zusammenzufügen. Mit Titeln und einfachen Blenden versehen, entsteht so ein toller Film.

 

Fotorätsel: Was wächst, was blüht da draußen?

Die Kinder gehen in Kleingruppen nach draußen und fotografieren die sich im Frühling entfaltende Natur (Tulpen, Narzissen, Gänseblümchen, Blumenzwiebeln, blühende Bäume). Digitalfotografie: die Fotos werden auf einen PC geladen, sortiert und in einer Diashow angeordnet. Bei der Vorführung der Diashow werden die Bilder dann von den Kindern kommentiert. Dis bedarf einer gewissen Vorbereitung. Mit altersgeeigneten Bestimmungsbüchern versuchen die Kinder im Vorfeld, die namentlich unbekannten Objekte zu bestimmen und zu benennen. Etwas aufwändiger, aber gut für spätere Präsentationen ist es, den Kommentar aufzunehmen (auf Kassette/MD oder den Rekorder des Computers). Der Kommentar läuft dann zeitgleich mit der Diashow ab. Möglich ist das Projekt auch mit analogen Fotoapparaten. Dann werden die Fotos sortiert und auf eine Pappe geklebt und aufgehängt.

Bei diesem Projekt sollte man die Kinder dazu anregen, mit verschiedenen Einstellungsgrößen (Detailaufnahme, Nahaufnahme, Halbnah, Totale) zu experimentieren. Bei der Präsentation stellt jedes Kind eine Pflanze oder eine Blüte vor. Möglich ist das auch als Ratespiel: Die jeweils andere Gruppe soll dann den richtigen Namen erraten oder herausfinden.

 

Fotomemory

Die Kinder fotografieren Bäume, Pflanzen, Tiere (beim Ausflug im Wald, auf einem Bauernhof, im Tierpark oder im Garten der Kita). Nehmen Sie bei ihren Aktionen stets eine oder mehrere Kameras mit und lassen Sie die Kinder Pflanzen und Tiere fotografieren. Regen Sie die Kinder dazu an, mit dem Unterschied zwischen Nah- und Detailaufnahmen (Blätter, Kopf eines Pferdes) und Totalaufnahmen (ganzes Pferd, ganzer Baum) zu experimentieren. Eine Auswahl von Fotos wird in handlichem Format (z.B. 6x6, 6x7) jeweils doppelt ausgedruckt und kann so als Memory genutzt werden. Das Memoryspiel fördert zugleich die visuelle Kompetenz und die sprachliche Entwicklung der Kinder. Die Grundlage eigener Produktionen und Erlebnisse verstärkt den Spaß am Spiel.

Digitalfotografie hat den Vorteil, dass Kinder und ErzieherInnen gemeinsam Bilder direkt am Computer auswählen und gestalten können. Kinder können aber auch ihre traditionellen Fotoapparate, die in manchen Haushalten vorhanden sind, mitbringen und damit fotografieren.

 

Osterhasen- Medienprojekt (Fünf- bis Sechsjährige)

Die Kinder entwickeln eine Frühlings oder Osterhasengeschichte. Die Geschichte kann als Rollenspiel von den Kindern umgesetzt und entweder mit der Videokamera oder dem Fotoapparat festgehalten werden. Dabei entsteht ein Videofilm, ein Bilderbuch oder eine Diashow. Benötigt werden neben der Technik, Verkleidungsutensilien, Masken, Schminksachen usw.

Ideen für kurze Geschichten:

a) Ein Vogel schlüpft aus dem Nest, lernt zu fliegen und sich frei zu bewegen und erobert die Welt, lernt fliegen und sich frei zu bewegen

b) Die Osterhasen färben/basteln Eier und verstecken sie im Garten. Eine Katze wundert sich über die seltsamen bunten Gegenstände, versucht damit zu spielen und wird von dem Osterhasen wieder vertrieben.

Video:

Die Geschichte wird in einzelnen Szenen mit Rollenspiel und Verkleidung gefilmt. Der Film muss eventuell am Computer noch geschnitten werden.

Fotografie (digital oder analog):

Die Fotos werden ausgedruckt und zu einem Bilderbuch zusammengestellt, auch Texte können dazu entworfen werden.

Digitalfotografie

Die Fotos der Rollenspiele werden gemeinsam mit den Kindern in den Computer geladen und arrangiert (z.B. mit einem Bildkompositionsprogramm wie Irfan-View, I-Photo). Mit einem Kassettenrekorder oder anderen Tonaufzeichnungsgerät wird die Geschichte vertont (Kinder als Erzähler, evtl. wechselnde Rollen und Stimmen. Hier können auch selbst aufgenommene Vogelstimmen verwendet werden) und in der Diashow ergänzt.

 

Vorschau: Im Mai geht es um folgende Themen:

  • Mit Foto und Video Experimente dokumentieren
  • Geräuschejagd (Wahrnehmungsübung & Medienprojekt):
  • Schön und hässlich: unsere Umgebung - kritisch gesehen
  • Klassik für Kinder – kreatives künstlerisches Projekt mit Computerpräsentation

 

 

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